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Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Lichtenrade

Monatsspruch April

Corona - Pandemie

Bis auf weiteres fallen in unserer Gemeinde alle Gottesdienste, Andachten und alle Veranstaltungen aus.
Das Kinder– und Jugendhaus bleibt geschlossen. Unsere Ausgabestelle LAIB UND SEELE ist ab dem 7. Mai eingeschränkt geöffnet. Die Kitas sind nur für Gewährleistung der gesetzlichen Notbetreuung geöffnet.

Unsere Küsterei bleibt zwar besetzt, von einem persönlichen Besuch bitten wir aber abzusehen! Die Küsterei ist erreichbar unter Tel.: 746 88 94 0
oder kuesterei@kg-lira.de

Monatsspruch

Liebe Gemeinde, 
mit einem dicken Farbroller streicht ein Mensch auf dem Bild eine weiße Wand. „Was hat dieses Bild mit Ostern zu tun?“, fragte ich mich, als ich es zum ersten Mal sah. Seitdem klar ist, dass es zu diesem Osterfest kein gemeinsames Tischabendmahl, keine Osternacht und kein Osterfrühstück in unserer Gemeinde geben wird, gewinnt das Bild für mich auf traurige Weise an Aktualität: Ostern 2020 wird von der Corona-Krise überdeckt werden. 

Gerade in diesen Tagen werden wir damit konfrontiert, was zu unserem Dasein hier auf Erden dazugehört: Vergänglichkeit. Auch der Apostel Paulus teilt diese Erfahrung: „Es wird gesät verweslich“, so schreibt er an die Christinnen und Christen in Korinth. Ja, auch wir werden gerade daran erinnert, dass wir Menschen auf Erden verletzlich, sterblich sind. Eines Tages werden wir wieder eingehen in den Kreislauf der Natur. „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub“, so sprechen wir es am Grab unserer Verstorbenen.

Die Frage, ob es ein „Danach“ gibt, worauf wir hoffen können - das ist seit Menschengedenken die große Frage der Religionen und Philosophien unserer Welt. Wo sind meine Lieben jetzt? Was kommt, wenn ich tot bin? Auch den Apostel Paulus trieben diese Fragen um. Für ihn war die Antwort klar:

Unser Glauben verheißt, dass die Verwesung unseres Körpers noch nicht das Ende ist. „Wir werden unverweslich auferstehen,“ so der Apostel. Wir werden eingehen zu Gott. Das ist Ostern! Aber wie können wir uns das vorstellen? Ich möchte mit Ihnen meine Vorstellung davon teilen: Manchmal bin ich in Gedanken ganz nah bei all den Menschen, die mir bereits vorausgegangen sind. Und dann denke ich mir: „Eines Tages werde auch ich da sein, wo jetzt ihr seid.“ Mein Körper wird verwesen und wieder eingehen in den Kreislauf der Natur. Doch ich werde auferstehen. Daran glaubte und darauf hoffte Paulus damals. Und auch wir feiern diesen Glauben und diese Hoffnung am Ostertag bis heute.

In diesem Jahr werden wir unseren Glauben anders feiern müssen. Vermutlich nicht in vollen Kirchen, vermutlich nicht in großer Runde. Wir suchen schon jetzt nach Wegen, auf dass wir auch in diesen Zeiten die Frohe Botschaft hören werden. Unsere Idee ist, Sie mit einem kleinen, geistlichen Impuls über die sozialen Medien und die Homepage der Gemeinde durch diese Zeit zu begleiten. Auch wenn dieses Jahr alles anders sein wird - Ostern wird kommen.

Ihr Vikar Moritz Kulenkampff