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Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Lichtenrade

Jahreslosung 2017

Monatsspruch

Liebe Gemeinde,

das neue Jahr hat begonnen, das Jahr 2017, das Jahr des 500. Reformationsjubiläums, das Jahr des großen Kirchentags, das Jahr der Bundestagswahl usw.

Sie sehen, wir haben viel vor in diesem Jahr. Manches wird einfach auf uns zukommen, für anderes werden wir unsere Zeit und unsere Kraft, auch unseren Geist und unser Herz einsetzen müssen, damit es gut wird und gelingt.

Und was haben Sie sich so vorgenommen für das neue Jahr 2017?

Gibt es für Sie etwas Besonderes in diesem Jahr? Oder lassen Sie es einfach auf sich zukommen? Sagen Sie vielleicht: „Es kommt doch immer anders, als man denkt.“?

Jeder und jede von uns wird so seine eigenen Gedanken und seine eigene Herangehensweise am Beginn eines neuen Jahres haben.

Und doch: Manches steht jetzt schon fest, wobei unsere Kraft, unsere Gedanken und unser Mittun gefordert sein werden – im privaten wie im gemeindlichen und auch im öffentlichen Leben. Ganz leer ist jedenfalls mein Kalender für 2017 am Jahresbeginn nicht mehr. Da gibt es schon Termine, Verabredungen und Vorhaben, die fest eingetragen sind.

Und ich weiß schon jetzt: Ja, es wird Kraft kosten, dieses neue Jahr zu bewältigen – zumindest zu den Zeiten besonderer Höhepunkte oder Herausforderungen.

Da denke ich: Ein neues Herz – das wär‘ doch mal was! Und dazu noch einen neuen Geist! Super!

Aber je mehr Erfahrungen ich im Leben sammle, desto besser meine ich die Dinge, die vor mir liegen, beurteilen zu können. Und dann weiß ich schon ganz genau, was mir leicht von der Hand gehen wird und wovor ich Angst habe, was ich also gerne anpacke oder auch einfach auf mich zukommen lassen kann und wovor ich mich zu drücken versuche oder es solange wie möglich vor mir herschiebe, weil Schwierigkeiten zu erwarten sind und ich den Aufwand an Zeit und Kraft scheue, den es mich kosten wird. Und ich behaupte mal, Sie wissen das jede und jeder für sich auch.

Hinzu kommen die Dinge, die in unserer Welt ohne unser Zutun geschehen und die uns Angst machen, weil wir sie auch nicht so ohne weiteres ändern können.

Zur Zeit des Propheten Hesekiel wussten die Menschen auch ganz genau, was ihnen Angst machte, was sie lieber meiden würden.

Mit einem einfachen aufmunternden Zuruf war und ist es da nicht getan!

Deswegen spricht Hesekiel im Auftrag Gottes neuen Mut zu – wie damals den Israeliten, die angstmachendes vor sich hatten, als sie nach dem Sieg der Babylonier erst in der Fremde leben mussten und nun doch wieder in die Heimat zurückkehren sollten – so auch uns heute: Ein neues Herz und einen neuen Geist will Gott schenken.

Nicht wir müssen alle unsere Kraft zusammennehmen, um das neue Jahr 2017 zu bewältigen. Nicht wir müssen unseren Geist, unsere Denkweise ändern, um alles zu schaffen oder anders an manches heranzugehen. Nein, sondern wir sollen beschenkt werden: so ist es uns am Beginn des neuen Jahres zugesagt, beschenkt mit einem neuen Herzen und einem neuen Geist.

Lassen wir uns also beschenken für das Jahr 2017!

Seien wir offen dafür, dass Gott uns Kraft geben will für die Vorhaben, die vor uns liegen!

Seien wir offen dafür, dass Gott uns neue und vielleicht ungewohnte Denkweisen eröffnen will über die Dinge, die wir schon glaubten genau abschätzen zu können.

Seien wir offen und wachsam, wie Gott uns schützen, stärken und führen will - gerade dann, wenn uns die Zukunft Angst macht!

So wünsche ich Ihnen ein gesegnetes neues Jahr 2017 – mit neuem Herzen und neuem Geist!

Ihre Dagmar Heine